Derealisation, Depersonalisation, Dissoziation

 
Unter der Derealisation wird ein abnormales empfinden der Umwelt bezeichnet, dieser Zustand kann einen kurzen Moment anhalten oder von langer Dauer sein. Dabei weiß der Betroffene zwar, in welchem Umfeld er sich befindet z. B. in der eigenen Wohnung, allerdings fühlt es sich fremd an, so als 12189156_982954705076749_7604644925279682856_nwäre er gerade zum ersten Mal dort.

Unter der Depersonalisation versteht man, wenn der Betroffene sich selbst, seinen Körper, seine Stimme, seine Bewegungen und Handlungen, als nicht zu ihm selbst gehörig empfindet. Dabei bekommt er alles mit, ist bei klarem Verstand, hat allerdings das Gefühl, das es nicht sein eigener Körper ist. Der Körper fühlt sich dann fremd an, weit weg, dumpf, leblos.

Unter der Dissoziation versteht man, die Trennung von Erinnerungen vom Bewusstsein. Dabei werden Gedächtnisinhalte auf anderen „Wahrnehmungsschleifen“ abgespeichert, sodass der Betroffene diese nicht greifbar hat. Dies kennt jeder Mensch aus dem Alltag. Man fährt mit dem Auto eine gewohnte Strecke und kann sich nach kurzer Zeit nicht mehr erinnern, ob die Ampel an der letzten Kreuzung nun Rot oder Grün war. Dies nennt man „Alltagsdissozation“ und es ist sehr wichtig, denn sonst wäre das Bewusstsein völlig überfordert mit all den wichtigen und unwichtigen Informationen. Das Problem bei der Dissoziation, dass eben nicht nur unwichtige Informationen „verschoben“ werden, sondern auch wichtige, einschneidende Erlebnisse, aber auch schöne Erlebnisse.

Die Psychotherapeutin Dami Charf hat dazu ein Video zur Verfügung gestellt, in dem Sie es sehr gut erklärt Klick.

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