Finanzierung der Ausbildungskosten für einen PTBS-Assistenzhund

Da ich nun des Öfteren gefragt wurde, wie man einen PTBS-Assistenzhund finanzieren kann, schreibe ich euch mal nun die wichtigsten Eckpunkte zusammen.

Eines vorab, die Haltungskosten für den Hund müssen vom Assistenznehmer selbst getragen werden, ebenso, Steuer (u. U.), Versicherung (Haftpflicht, u. U. Op- und/oder Krankenversicherung), Futter, Tierarztkosten und Kosten für sonstiges Zubehör, eben alles, was mit dem Hund zutun hat. 

Manche Städte befreien Assistenzhunde von der Hundesteuer, andere nicht, das ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich und muss direkt angefragt werden.
Bei uns z. B. hies es wenn Valentino fertig ist mit der Ausbildung, werden wir hundesteuerbefreit, nun ist er fertig und hat seine Prüfung bestanden, nun heißt es, wir brauchen erst das Merkzeichen „B“ im Schwerbehinderten-Ausweis. Bei anderen Betroffenen reichte eine Bescheinigung, dass der Hund in Ausbildung zum Assistenzhund ist.

Was ich als Erstes nennen möchte, ist ein Fond der Bundesregierung, leider hat er gleich mal einen triggernden Namen, deshalb ab hier nun bisschen aufpassen bitte!

Dieser Fond heißt: Fond sexueller Missbrauch, weitere genauere Infos findet ihr hier: http://www.fonds-missbrauch.de/


Hier ein paar Fakten zum Fond:

– Bei diesem Fond ist es so, dass Anträge gestellt werden können für die Kostenübernahme von Sachleistungen, das ist z. B. Psychotherapie, Fahrtkosten zur Psychotherapie, Fahrtkosten zu Orten des Traumas und eben der PTBS-Assistenzhund. Also alles was mit dem Trauma bzw. Traumafolgen zu tun hat, für Betroffene von familiärem sexuellen Missbrauch.

– Jeder Betroffene kann dort Leistungen bis zu 10.000 Euro beantragen.

– Vorsicht der Antrag ist sehr triggernd, man muss angeben, was einem passiert ist, dafür werden dort Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen, die man ankreuzen kann/muss. Bei diesem Fond ist es so, dass Anträge gestellt werden können für die Kostenübernahme von Sachleistungen, das ist z. B. Psychotherapie, Fahrtkosten zur Psychotherapie, Fahrtkosten zu Orten des Traumas und eben der PTBS-Assistenzhund, also alles was mit dem Trauma bzw. Traumafolgen zu tun hat, für Betroffene von familiärem sexuellen Missbrauch.

– Die Dauer, bis der Antrag genehmigt wird ist leider relativ lange, meine letzte Info waren 18 Monate.

Es besteht die Möglichkeit mit einem Spendenaufruf, Spenden zu sammeln, dafür sollte man aber schon wissen, zu welchem Trainer man geht, was der Hund in etwa kosten wird (Kostenvoranschlag) und man benötigt ein Spendenkonto. 
Hierfür gibt es natürlich einige Möglichkeiten, Internet, Zeitung, Radio, einen eigenen Spendenaufruf auf einer Plattform usw.
(Hier auch darüber nachdenken, wie viel man von sich preisgeben möchte!)

Eine Möglichkeit, Spenden zu sammeln ist Stiftungen anzuschreiben, hierfür am besten im Stiftungsindex des jeweiligen Bundeslandes schauen. http://www.stiftungen.org/index.php?id=1092

– Die Stiftungen benötigen meist einen Ablehnungsbescheid von der Krankenkasse, dass diese die Kosten nicht trägt. (Hierfür formlos einen Antrag stellen, an die Krankenkasse schicken)

– Es empfiehlt sich, sich von den Fachärzten eine Bescheinigung ausstellen zu lassen, über die Erkrankung und eben auch über die Befürwortung eines PTBS-Assistenzhundes.

– Hier auch dran denken, dass es Stiftungen gibt die auch außerhalb des eigenen Bundeslandes spenden.

Hierfür am besten eine E-Mail mit den wichtigsten Informationen zusammenstellen, Anhänge nicht vergessen! (Kostenvoranschlag, Ablehnungsbescheid von der Krankenkasse).

Wenn jemand das OEG hat, kann auch hier die Kosten beantragen, allerdings kenne ich mich da nicht genau aus, weiß aber das es finanziert werden kann durch das OEG.