Liest man diese Seite, kann man zum Eindruck kommen, dass ein Assistenzhund, gleichsam wie ein Wundertier, das eigene Leben leicht und sorglos zaubert. Das ist nicht der Fall: Gerade zu Beginn fordert die Arbeit mit dem Hund alles, mehr Reserven als man glaubt zu haben.

Während man früher oft stundenlang „abgeschaltet“, also wegdissoziiert war, ist nun der Hund da, der, wie trainiert, die Dissoziation unterbricht. Der ´raus muss. Jeden Tag, bei jedem Wetter. Egal ob ich nachts von Krämpfen heimgesucht wurde und nur eine Stunde schlafen konnte. 
Ich komme damit gut klar, unter dem Strich sind für mich meine Hunde ein großer Gewinn. 
Dies muss aber nicht für alle Betroffenen so sein. 
Vielleicht ist auch der richtige Zeitpunkt für einen Assistenzhund noch nicht gekommen.

Mit der Entscheidung für einen Assistenzhund, kommt ein großes Stück Arbeit an sich selbst auf einen zu. Der Hund ist ganz klar der Türöffner zur Welt, aber es kann nur erfolgreich sein, wenn man an sich selbst und seinen Einschränkungen arbeitet. Im Gegensatz zu anderen Assistenzhunden ist es beim PTBS-Assistenzhund unbedingt wichtig, sich den Situationen, die Angst machen zu stellen und sie mithilfe des Hundes zu bewältigen. Es gibt immer wieder Situationen, die ausgekämpft werden müssen, z. B. wenn sich im Supermarkt Kunden über den Assistenzhund beschweren, wenn Ärzte sich erst einmal weigern, den Assistenzhund in die Praxis zu lassen usw.. Dies kann sehr belastend und anstrengend sein.

Daher ist die Unterstützung durch einen Psychotherapeuten oft ratsam, um mit ihm gemeinsam, an den „Baustellen“ zu arbeiten und sich mithilfe des Assistenzhundes diesen Situationen neu zu stellen.